Die Sache mit dem Schotten-Virus

Beinahe 40 Jahre sind wir bereits verheiratet und seit 38 Jahren gehören Hunde mit zu unserer Familie.

Vor neun Jahren machte ich mit meinem Mann zum ersten mal einen Urlaub ohne unseren Briard. Wir fuhren mit unserem Cabriolet über die Alpenpässe von Österreich, Italien und der Schweiz bis nach Frankreich. Und in so ein Automobil passt nun einmal so ein Riese nicht hinein. Die ersten Tage haben wir so richtig genossen. Jedoch schon bald sahen wir jeder „Töle" nach. – Uns hatte die Sehnsucht nach unserem Andy gepackt. Wir vermissten unseren Großen sehr.

Als wir eines Morgens aus dem Hotel kamen, war an der Eingangstüre ein junger schwarzer Schottenrüde angebunden. Er war so ein niedlicher kleiner Kerl. Mein Mann wollte gar nicht aufhören, ihn zu streicheln. Plötzlich sah er mich an und sagte: „Du, so einen Hund möchte ich einmal haben!“ – Ich dachte nur, jetzt ist er total verrückt geworden. Es waren wohl sicherlich Entzugserscheinungen, so dachte ich für mich. Wann auch immer mein Mann Freunden, Bekannten von dieser wunderschönen Reise erzählte, nie blieb dieser Schotte unerwähnt.

Vor fünf Jahren fand ich auf unserem Wohnzimmertisch den Rassestandard des Schotten und ein Schottenheft. Und damit begann die erste Schottenphase.

 

Meine Freundin, eine Chowzüchterin, empfahl mir den Zwinger Downtown von Frau Bruweleit.

Etwa fünf Monate später war es dann soweit und Downtown Bayenne zog als erster Schotte in unser Haus.

Inzwischen hat uns der Schottenvirus voll erwischt, die Scottiefamilie ist auf vier Damen angewachsen und unsere ersten Scottiebabies sind nun auch schon über zwei Jahre alt!

Wir hatten bis jetzt 3 Hunderassen, nämlich Dackel, Basset und Briard. Alle mit ihrem rassespezifischen Eigenschaften. Alle waren sie wunderbare Wegbegleiter und unwahrscheinlich anhänglich und treu. Wir haben sie alle sehr geliebt.

Nun bleibt es ja nicht aus, dass wir unsere Schotten mit den Vorgängern vergleichen.
Immer wieder fragen wir uns, was an einem Schotten so Besonderes ist. Bis heute haben wir die Antwort darauf nicht gefunden.

Vielleicht werden wir sie auch nie finden und es bleibt das „Schottengeheimnis“.
 

Monika Driesch, Stand Februar 2008